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Hans Jürgen Noss, MdL

Nahe Zeitung vom Dienstag, 5. April 2016

Stiftung: Noss kritisiert barsche Tonart der CDU

Reaktion SPD-Kreischef lobt Theilen und Hey

Kreis Birkenfeld. Zu dem beim Fachsymposium auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld von Altlandrat Dr. Ernst Theilen erstmals präsentierten Vorschlag, den Nationalpark in eine Stiftung zu überführen, „kann man selbstverständlich verschiedener Meinung sein“, betont der SPD-Kreisvorsitzende Hans Jürgen Noss. „Ihn aber in dieser barschen Tonart abzulehnen, halte ich weder in der Sache noch gegenüber der Person des Referenten für angebracht“, kritisiert er die Reaktion der CDU-Kreistagsfraktion (wir berichteten) auf diese Idee.

Es sei in diesem Zusammenhang auch „völlig daneben“, Theilen Wahrnehmungsdefizite vorzuwerfen, weil er schon mehr als 20 Jahre aus seinem Amt als Landrat ausgeschieden sei. Er habe sich mit viel Engagement äußerst aktiv in die Gründung des Nationalparks eingebracht, betont Noss. „Auf seine Initiative zur Gründung des Umwelt-Campus sei nur vollständigkeitshalber hingewiesen.“

Es ergebe sich bestimmt noch die Gelegenheit, die Stiftungsidee in den zuständigen Gremien zu erörtern und eine hoffentlich einvernehmliche Meinung der verantwortlichen Akteure zu bilden. „Ich bin bei der Kreis-CDU, wenn diese sagt, sie sei für die Einrichtung des Nationalparks und auch für dessen Weiterentwicklung.“ Allerdings dürfe dabei nicht verschwiegen werden, „dass die Landes-CDU bis unmittelbar vor der Landtagswahl mit allen Mitteln gegen den Nationalpark gearbeitet hat“.

Auch zum Bundesverkehrswegeplan, der laut Noss vielleicht nicht nur rein zufällig wenige Tage nach den Landtagswahlen veröffentlicht wurde, hatte sich die CDU geäußert. Das Land habe vorab sowohl die Umgehung der Ortsgemeinde Martinstein als auch die Umgehungen Rötsweiler-Oberbrombach-Niederbrombach im vordringlichen Bedarf angemeldet, berichtet der Abgeordnete. Der Bundesverkehrsminister habe Martinstein ganz gestrichen und die anderen Umgehungen lediglich im weiteren Bedarf, allerdings mit einem Planungsverbot versehen, eingestuft. „Wenn es dabei bleibt, wirft dies die weitere Entwicklung unserer Region um viele Jahre zurück.“ Altlandrat Wolfgang Hey habe mit der Verkehrsinitiative, die parteiübergreifend agiere, mehr als 10 000 Unterschriften gesammelt, um den weiteren Ausbau von B 41 und Hunsrückspange voranzubringen. Gespräche in Ministerien, ein sehr umfangreicher Schriftverkehr und etliche Gespräche und Veranstaltungen rundeten die vielfältigen Aktivitäten ab.

Solche Bemühungen habe Hey auch während seiner aktiven Zeit als Verbandsgemeindebürgermeister und Landrat unternommen und maßgeblich viele Verbesserung an der B 41 mit initiiert. Ihm jetzt vorzuwerfen, dass er das damals versäumt habe, „entspricht in keiner Weise den tatsächlichen Gegebenheiten“. Dass er sich 13 Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst dafür engagiere, „kann kein Kritikpunkt sein, sondern verdient vielmehr große Anerkennung“, unterstreicht Hans Jürgen Noss.