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Hans Jürgen Noss, MdL

Nahe Zeitung vom 14. Dezember 2016

Konzert des Musikvereins Birkenfeld: Mal majestätisch, mal besinnlich
Zum dritten Advent hatte der Musikverein Birkenfeld zum Weihnachtskonzert in die evangelische Kirche in die Kreisstadt eingeladen und erfreulich viele Musikfreunde waren gekommen. Mit den majestätischen Melodien von "Fanfare and Flourishes" eröffnete das Orchester unter der Leitung von Michael Schmidt das Konzert.

Die gut 300 Zuhörer, die die Kirche komplett füllten, wurden von Eckhard Töllner, dem Ersten Vorsitzenden des Musikvereins, begrüßt, bevor seine Vorstandskollegin Dagmar Orlian durch das Programm führte. Sie nahm das Publikum gedanklich mit auf ein festliches Schloss im 18. Jahrhundert "mit Zöpfen und Reifröcken" und leitete so die vierteilige "Salzburger Serenade" ein. Deren zweiter Satz motivierte dann doch einige Gäste zum Klatschen, obwohl darum gebeten wurde, sich den Beifall für das Ende des vierten Satzes aufzusparen. Leises Kichern aus dem Publikum begleitete das mahnende Handzeichen des Dirigenten, der die 22 Musiker locker und sichtlich gut gelaunt durch das Programm führte. Das folgende Medley "Überall ist Weihnacht" vereinte allseits bekannte Weihnachtslieder in einem modernen Arrangement von Klaus Butterstein. Für die Ansage zum Stück "Ich bete an die Macht der Liebe" von Dagmar Orlian erhielt die sympathische Moderatorin einen Sonderbeifall. Das sehr sanft und gefühlvoll dargebotene Lied versetzte das Publikum dann gänzlich in eine besinnliche, weihnachtliche Stimmung.

Vor dem zweiten Teil des Konzerts übernahm der Präsident des Kreismusikverbandes Birkenfeld, Hans-Jürgen Noss, mit Freude die Ehrung dreier Musiker für ihre langjährige Mitgliedschaft: Michelle Müller für zehn Jahre, Miriam König für 30 Jahre und Holger Behnke für 40 Jahre aktive Tätigkeit im Musikverein Birkenfeld- Letzterer bekam den Ehrenbrief des Landesmusikverbands überreicht. Dabei wies Noss auf die monatelange Vorbereitungszeit für ein solches Konzert hin, für die allen Musikern eine große Anerkennung gebühre.

Das anschließende Medley "Best of the Beatles" von John Moss fand mit seinen bekannten Melodien beim Publikum großen Anklang. Etliche Zuhörer summen mit, und Michael Schmidt bat die Musiker, sich für einen Sonderapplaus zu erheben. Großen Beifall erhielt auch die bekannte und viel gecoverte Ballade: "Can't Help Falling in Love". Das von James Swearingen arrangierte Solostück für Saxofone wurde von Alexander Loch großartig in Szene gesetzt, bevor mit den "Big Band Superhits" nun wieder etwas mehr Schwung in die Kirche kam. Schön war zu beobachten, wie ein neunjähriger Junge auf der Empore begeistert zu den Klängen tanzte. Auf Wiedersehen sagte das Orchester einer in diesem Jahr verstorbenen Musikerkollegin mit dem ruhigen Stück "Sayonara" nach dem Arrangement von Jan van der Roost. Inzwischen zur Tradition erhoben, durften die Konzertbesucher beim letzten Stück des Programms "O du Fröhliche" beherzt mitsingen.

Angetrieben vom stehend applaudierenden, Publikum erfolgte die Zugabe "Grand Galop". Auch wenn der Zirkusmarsch kein Weihnachtslied im klassischen Sinne ist, erinnert es doch an das enthusiastische und schnelle Auspacken der Geschenke, die unter dem Weihnachtsbaum von den Kindern entdeckt werden. Mit der zweiten Zugabe kam man dem Wunsch der Zuhörer nach, das fast schon traditionelle Stück "Rudolph – The Red-Nosed Reindeer" anzustimmen. Nach 90 Minuten des besinnlichen Weihnachtskonzerts ging man gut gelaunt nach Hause, zufrieden und stolz auf die Leistung des Orchesters. Und so mancher wippte noch zu den Big-Band-Klängen oder summte die Beatles-Melodien.