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Rhein-Zeitung, 22.03.2012

Parteibasis: Beck muss Rückzug selbst entscheiden

Umfrage Viele waren überrascht von der Nachfolgefrage – Kein eindeutiges Stimmungsbild bei der Suche nach dem Kandidaten

Von unseren Reportern

M Rheinland-Pfalz. Die Neuigkeit vom möglicherweise doch früheren Wechsel an der Spitze des Landes hat auch an der SPD-Parteibasis eingeschlagen wie eine Bombe. Viele Chefs von Kreisverbänden und Ortsvereinen zeigten sich völlig überrascht von dieser Entwicklung. Sie äußerten aber auch Verständnis für den möglichen Rückzug von Ministerpräsident Kurt Beck noch in diesem Jahr. Der einhellige Tenor: Beck muss selbst entscheiden, wann er den Staffelstab an einen Nachfolger übergibt. Und: Die Parteibasis könnte offenbar gut mit allen drei aussichtsreichen Aspiranten für die Nachfolge leben – Bildungsministerin Doris Ahnen, SPD-Fraktionschef Hendrik Hering und Innenminister Roger Lewentz.

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Bernd Märker, bis vergangene Woche SPD-Vorsitzender in der Verbandsgemeinde Birkenfeld: „Ich finde die Linie, die er eingeschlagen hat, sehr gut. Wenn Beck seinen Job nicht mehr machen und sein Amt schon 2012 abgeben will, dann ist das seine Meinung, sein gutes Recht.“ Zudem betont der Ortsbürgermeister von Dambach: „Ich selbst war und bin mit Beck sehr zufrieden.“ Märker wäre zudem jeder Nachfolger recht – „ob er nun Lewentz, Hering, Ahnen oder Hartloff heißt“.

Hans Jürgen Noss, SPD-Vorsitzender im Kreis Birkenfeld, glaubt hingegen nicht an den früheren Wechsel: „Der in Ihrer Zeitung vorgestellte Zeitplan ist reine Spekulation. Kurt Beck hat klipp und klar gesagt, dass er im Amt bleibt. Unklar ist, ob bis 2016 – aber so schnell wird er noch nicht zurücktreten, das wird noch etwas dauern. Fest steht allerdings schon jetzt, dass die SPD dann aber Becks Nachfolge in großer Geschlossenheit regeln wird.“

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