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Drucksache 15/1162 30.05.07

K l e i n e A n f r a g e
des Abgeordnten Hans Jürgen Noss (SPD)

und

A n t w o r t
des Ministeriums des Innern und für Sport

Online-Gebäudebörse
Die Kleine Anfrage 755 vom 24. Mai 2007 hat folgenden Wortlaut:
Auf den Internetseiten der neuen Online-Gebäudebörse des Landes Rheinland-Pfalz präsentiert jeder rheinland-pfälzische Landkreis vier leer stehende, ortsbildprägende Gebäude von besonderem bauhistorischem Wert. Nach Angaben der Landesregierung soll mit der Online-Gebäudebörse potentiellen Käufern und Verkäufern eine kompakte Übersicht und ein schneller Kontakt zwischen Anbietern und Interessenten ermöglicht werden.

Ich frage die Landesregierung:
1. Was waren die Hintergründe, die die Landesregierung zur Einrichtung einer Online-Gebäudebörse bewogen?
2. Auf wessen Vorschlag werden Gebäude in die Online-Gebäudebörse aufgenommen?
3. Welche Potentiale sieht die Landesregierung in einer Online-Gebäudebörse für die dorfverträgliche Möglichkeit der Weiterentwicklung von Wohnraum und Arbeitsplätzen und den ländlichen Tourismus?

Das Ministerium des Innern und für Sport hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 30. Mai 2007 wie folgt beantwortet:

Zu 1.:
Im Hinblick auf die demographischen Veränderungen in unseren ländlichen Regionen ist vermehrt mit einem Leerstand von Gebäuden zu rechnen. Ziel der Landesregierung ist es, leerstehende erhaltenswerte und ortsbildprägende Gebäude zu erhalten bzw. zu sanieren, um sie dann einer dorfverträglichen Nutzung zuzuführen. Auf diesem Weg kann die Innenentwicklung der Gemeinden insgesamt gestärkt werden. Die Gebäudebörse soll den Kontakt zwischen Anbieter und Interessenten herstellen und den Austausch von Daten ermöglichen. Die Gebäudebörse übt keine Maklertätigkeit aus.

Zu 2.:
Die ortsbildprägenden Gebäude von besonderem bauhistorischem Wert werden auf Vorschlag der Dorferneuerungsbeauftragten bei den Kreisverwaltungen in die Online-Gebäudebörse eingestellt.

Zu 3.:
Gegenwärtig kann man davon ausgehen, dass insbesondere in den strukturschwachen ländlichen Regionen das vorhandene innerörtliche Baulandpotential, einschließlich leerstehender Gebäude, vielerorts ausreichen würde, um den Flächenbedarf für z. B. Wohnraum, Arbeitsplätze und Dienstleistungen abzudecken. Ein Hauptziel ist dabei die Stärkung der Innenentwicklung und die Erhaltung bzw. Weiterentwicklung lebensfähiger Ortskerne. Mit Hilfe der Gebäudebörse kann unbürokratisch und schnell ein direkter
Weg zwischen Anbietern und Interessenten hergestellt werden.

Karl Peter Bruch
Staatsminister

Kleine Anfrage 755 Noss SPD und Antwort ISM 30.05.2007 Drs 15/1162
* Tritt an die Stelle der Mündlichen Anfrage Drs 15/1139 (Nr. 8)